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Raum - Gestalten - Handeln -
Zielsetzung
Das Handeln als
Motor zum
Verstehen von Raum und Gestalten bildet den Ausgangspunkt des
Projektes.
Handeln sowohl als Planen, Konstruieren, Organisieren und handwerkliche
Tätigkeit, als auch in Form von Inszenieren und Bespielen von Räumen.
Dabei werden für die jeweiligen Funktionen - möglichst viele Sinne
ansprechend - gezielt
Raumstimmungen gestaltet.
Auch andere Klassen
werden in
das Projekt mit einbezogen: als Gestalter eines Theaterstückes, als
Publikum, als Ausstellungsmacher und Künstler, als Vernissagen
Teilnehmer,
als Tänzer in einer Disco.
Der Einstieg
erfolgt über
szenisch
dargestellte Begrüßungs- bzw. Präsentationsszenen, wobei die
Räume durch die SchülerInnen gebildet und mit Gestaltungselementen
verstärkt
werden. Es folgen Vergleiche mit bekannten Gebäudetypen und den anderen
Szenen.
1. Sesselkreis:
Mitte,
Podium, Bögen aus Elektroinstallationsrohren,...
2. Bühnensituation:
als
passende Handlung eine “Millionenshow³:
3. Spalier: Arme,
Bögen,
Plane, Musik, Licht,...
Grundgerüst für ein
³Raumlabor³
Aus einfachen
Materialien,
die ein Baumarkt zur Verfügung stellt, wird in der Pausenhalle
gemeinsam
mit den Kindern ein Grundgerüst aus Holzlatten errichtet: 3x3m im
Grundriß und 2,5m hoch mit Führungsschienen zum einschieben von
Hartfaserplatten (einseitig weiß beschichtet).
Räume
Mit einfachen
Mitteln werden
mit Hilfe des Grundgerüstes unterschiedliche Raumsituationen geplant,
gebaut, bespielt und nachbesprochen.
Dunkler Raum
Der Raum wird
rundherum mit den
Platten verschlossen. Nur ganz wenig Licht dringt durch die Fugen. Alle
setzen
sich hinein und lauschen einer Radiosendung
Bühnenräume
Gemeinsam mit einer
anderen
Klasse wird das Theaterstück “Schneewittchen und die 17 Zwerge im
Jahr 2000³ geplant und aufgeführt. Situation: Auftraggeber -
Ausführender. Zwei Bühnenbilder und der Zuschauerraum sind zu
gestalten: ein ³spaceiger high-tech Raum³ als Arbeitsplatz und
Vergnügungsraum und ein “gemütlicher Wohnraum³ zum
Zusammensitzen entsteht. Der Umbau wird als Teil des Stückes inszeniert
und durch Erklärungen begleitet.
Ausstellungsraum
Planung einer
Ausstellung und
Vernissage. Umbau des Raumes: Rundherum weiße Wandtafeln - die Decke
aus
dünnem Transparentpapier (Oberlicht) - Podest für eine Skulptur -
aufhängen der Bilder - Spots als zusätzliche Beleuchtung -
Beschriftungen. Die Vernissage: Empfang der Gäste und Ansprache - die
Künstler aus der Parallelklasse sprechen zu ihren Werken - Buffet mit
Kindersekt.
Sakraler Raum
Die Platten werden
mit der
dunklen Seite nach innen montiert, bunte Oberlichtfenster und eine
Rosette
werden auf Transparentpapier gemalt,
ein Portal wird gestaltet.
Erleben der
Raumqualität
mit Musik, Muschelmosaik, Kerzenschein ...
Wilder Raum
Die Würfelstruktur
wird
aufgelöst, das Grundgerüst gekippt, schräge Einbauten, grelle
Farben, buntes Licht, eine runde Wand, Durchdringung der Würfelform,
Licht
- Schatten Kontrast.....
Als Abschlußfeier
inszenieren die Kinder eine Disco. Es wird getanzt und die Nebenklasse
angelockt.
Resümee aus
didaktischer
Sicht
Die Vernetzung
unterschiedlichster Bereiche - sprachlich/kreativ (Kommunizieren von
Wünschen und Bedürfnissen, Beschreibungen, Erfahrungsaustausch,
Gestaltung, Dekoration, Licht) und mathematisch/wissenschaftlich (Maße,
Konstruktion, Flächen, Volumen) und sozialem Lernen (Abstimmen von
Arbeitsprozessen, Rücksichtnahme, Koordination, Kooperation) - bot ein
reiches Betätigungs- und Erfahrungsfeld. Jedes Kind konnte entsprechend
seiner kognitiven und
psycho-logischen Voraussetzungen
persönlich - individuelle Lernerfahrungen in
den verschiedenen Bereichen gewinnen und adäquat
verwerten.